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[Berlin Centre: Pub Sophieneck]
[Berlin Centre: Schank- und Speisewirtschaft]
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Zur Geschichte einer Ecke

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[Berlin-Mitte: Eingang Sophieneneck - Blick von der Grossen Hamburger Strasse]
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zur jeschichte eener eje

Juten Tach,

setzen se sich. sie ham bestellt? jedult, dauert noch ne kleene weile. sie sitzen wohl elleene hier und deshalb is ihn langweilich wa? um die Zeit zu übabrucken konnse mal hier den schriebs für sie lesn.

wo fang wa an?

mittenmang.

wörtlich gemeint. sie sind hier mitten inne stadt. heutigen tachs.früher war det hier jwd (jans weit draußen) nämlich vor den toren berlins. so zirka 1926, da wo dit klo is, en sarchladen.prost!

weiter:aber vorne inne runde ecke am fenster (stehn se ma uff und kiekn se sich dit an. is jerade besetzt? macht nischt, müsse nächsten früher kommen, also da war ne klene kneipe. im anjebot warn klopse, saure gurken und so. die scheffin damals hat ja och noch selber jekocht!

Bei uns is det andas. unsa schef hat nen richtijen koch geholt! en glück für uns alle. wernse noch merken! na ja, als die damalige uffhörte wurde dit allet en sarchmajazin.

und det blieb so . bis 1961. der hat denrüberjemacht, der sarchfritze.

und die ecke eierte so rum. - bis 1986. da bejannen die staatlichen rekonstruktionen, von wjen 750 berlin.

aba richtich jings erscht 1994 los. da kam dann wir. und hamm uns inne kneipe jestürzt. Also inne arbeit. Det erjebniss sehnse hier.

So, jetz wird wohl dit essen jleich komm. Ich kann jetz uffhörn zu sabbln. Also juten apetit wa.

noch en tip: wenns jut war, wer nich schlecht beim kellner mal die klappe uffzumachen, und sich en "danke, war nett hier" rauskitzeln.

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[Berlin-Mitte: Sophieneck - Durchblick]
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Zur Geschichte einer Ecke

Rein ins Sophieneck:

Doch diese Ecke ist eine besondere: besonders spitz, aber rund.

Hier können Sie eintauchen in die geschichtsträchtige Spandauer Vorstadt.

Stellen Sie sich zunächst mal eine Dampfwäscherei aus der Jahrhundertwende vor - genau dieses stampfen, dieser Duft, diese Wärme..., dann kamen Pferde und Wagen vom Fuhrunternehmen aus der Sophien 28 unters Dach.

Aber das sollte es noch nicht gewesen sein. Aus dem Westpreußischem rückten 1924 Gertrud und Ernst Balzer an, erwarben das „Hinterteil“ des Sophienecks, sorgten fortan für leise Geräusche und liebliche Düfte. Das Ehepaar brachte eine Bäckerei zu Gange und neun Jahre später Traudel Balzer.

Also Bäcker Balzer buk Brot ab 1926 und daneben, etwa da wo die „Anhöhe“ neben der Tür ist, war ein Sargladen.

Vorn, in der runden Fensterecke, hatte Mutter Erdmann eine kleine Kneipe. Vier Tische, immer weiß gedeckt. Im Angebot Bouletten, Rollmöpse, Soleier, saure Gurken. Mutter Erdmann trug nur blaue Kleider und silbergraues Haar und stand ewig hinter der Theke bis Anfang der vierziger Jahre.

Nach Mutter Erdmann wurde die kleine Kneipe Abstellraum für den Sargladen - die Zeit war ihm günstig. Und so blieb es bis 1961. Dann dümpelte die Ecke jahrelang vor sich hin.

Familie Balzer buk wacker weiter – bis 1984, nun schon Ihre Tochter Traudel Balzer, sie hatte die Bäckerei von Ihren Eltern übernommen. Von Balzers kommen auch die schmackhaft - deftigen Schrippen fürs Sophieneck.

Dann ging`s im Sommer rüber in die Sophie 30, innerhalb von einem Monat, denn langsam begann die staatliche Rekonstruktion der Sophienstraße. 1986 eröffnete das Sophieneck in allen Räumen von ehemals Mutter Erdmann, Sargladen, Bäcker Balzer und mit Biergarten.

1994 nahm sich ein Team des Sophieneck`s an. Leute, die die Gegend lieben und kennen, und schon lange Lust darauf hatten, eine junge Schank- und Speisenwirtschaft in alten Gemäuern wachsen zu lassen und den Geschichten ums runde Eck eine neue hinzufügen.

 

 

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